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Die Augustiner Chorherren
Warum Augustiner Chorherren von Windesheim?
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Propstei Paring
Paring 1
84085 Langquaid
Tel.: +49 09452 93363-0
Fax: +49 09452 93363-63
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     Die Augustiner Chorherren

   Was ist überhaupt ein Chorherr?    

Ein besonderer Ordensmann?!

Die Augustiner Chorherren sind eine Ordensgemeinschaft von Klerikern* (Priester und Brüder), die nach der Regel des hl. Augustinus leben (daher auch die deutsche Bezeichnung Augustiner Chor-herren – die eigentlich richtige Bezeich-nung wäre Regularkanoniker).

 

Augustinus


Durch ihr Klerikersein haben sie Teil am Priestertum Jesu Christi und sie verwirk-lichen dies im Gemeinschaftsleben, im Dienst am Volk Gottes und in ihrer Christusnachfolge, zu der sie besonders gehalten sind.


* Was ist ein Kleriker?

Ein Kleriker, ist jemand, der dem sog. Klerus angehört.
Der Klerus ist ein eigener Stand in der Kirche (neben den Laien). Er wird von den besonders dem Dienst Gottes Geweihten gebildet (vor allem Diakone, Priester und Bischöfe).
Das Wort Klerus leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet soviel wie „Los, Anteil“.
Die Kleriker sind das besondere Eigentum des Herrn, bzw. der Herr ist ihr Anteil, so wie im Alten Testament, der (Piester-) Stamm Levi statt eines Landesteiles, den Herrn zum Anteil und Erbe erhielt.

 

Augustinus wird Bischof

In unserem Orden wird man Kraft der Gelübde in diesen Klerikerstand erhoben. Das bedeutet, man wird nicht wie sonst üblich durch wie Weihe ( zum Diakon) zu einem Kleriker, sondern durch die Hingabe an Gott, durch die klösterlichen Versprechen von Gehorsam Armut und Keuschheit.

 

Wie wird man Chorherr?
Der Weg zum Chorherren

Wer in den Orden der Augustiner Chorherren eintritt, durchläuft verschie-dene Stadien der Ausbildung:
Am Anfang steht die Zeit des Postulates, die bis zu einem halben Jahr dauern soll. Das Postulat gilt als Zeit des gegenseitigen Kennenlernens und der Einübung in das gemeinschaftliche und geistliche Leben.

 



Danach erfolgt mit der Einkleidung die Aufnahme in das einjährige Noviziat. Während dieses Jahres erfolgt die grundlegende Ausbildung zum Chorherrn. Sie umfasst die Einübung in die klösterliche Lebensweise nach der Regel des hl. Augustinus, die Einführung in die Konstitutionen, in die Spiritualität sowie in das Gebetsleben der Gemeinschaft (Chorgebet, Meditation usw.).
Wenn der Novize und die Kommunität nach Ablauf des Noviziatsjahres zu der Überzeugung gelangt sind, dass er zu einem Leben in unserer Gemeinschaft berufen ist, legt er seine zeitlichen Gelübde für drei Jahre, die einfache Profeß, ab.

Bei den Mitbrüdern, die das Priestertum anstreben, beginnt nun die Zeit des Studiums. In der Regel folgen nach drei Jahren die feierlichen Gelübde, die ewige Profeß, mit der er sich an die Gemein-schaft und die Propstei für immer bindet. Diese dauerhafte Bindung an ein bestimmtes Kloster nennt man auch „stabilitas loci“.


Tätigkeiten und Leben im Kloster

Zu unserem Ideal als Augustiner-Chor-herren gehören das gemeinschaftliche Leben, die Seelsorge und vor allem das feierliche Gotteslob.

 

Chorherr


Es umfasst das gemeinsame Chorgebet sowie die Feier der Eucharistie, welche den Höhepunkt darstellt.
Aus diesen beiden Quellen schöpfen die Chorherren ihre Kraft, um ihr Apostolat zu erfüllen. So sind die Chorherren in der Pfarrseelsorge tätig und in anderen seelsorglichen Bereichen. Das Wort unseres Ordensvaters Augustinus "Ich will nicht ohne euch gerettet werden", ist uns ein großes Anliegen. Deswegen wollen wir die Gläubigen zu einer bewusstern Lebensweise aus dem Glauben und zur Teilnahme am liturgischen Leben der Kirche führen. Ebenso gilt sein Wort aus der Regel: "Das erste Ziel eures gemeinschaftlichen Lebens ist, in Eintracht zusammenzuwohnen und ein Herz und eine Seele auf Gott hin zu sein"
Daher sind Herzensgemeinschaft, Gütergemeinschaft und Arbeitsgemein-schaft unabdingbare Elemente des Chor-herrenlebens, wobei die tägliche gemeinschaftliche Erholungszeit (Rekre- ation) einen besonderen Stellenwert einnimmt.


Woher kommen die Chorherren?

Der Orden der Augustiner Chorherren ist der älteste Priesterorden der Kirche.
Er entwickelte sich aus Klerikergemein-schaften, die zunächst im 4. Jahrhundert n. Chr. vom hl. Eusebius v. Vercelli und von hl. Augustinus und später von anderen Bischöfen an ihren Domkirchen gebildet wurden.
Ihre Eigenart bestand darin, dass sie als Neuheit das Ordensleben der Mönche annahmen, die ursprünglich nicht Priester waren und es mit ihrem seelsorgerlichen und liturgischen Dienst verbanden, um so ihr Wirken fruchtbarer zu machen.
So entstanden im 1. Jahrtausend an vielen Dom- und Kollegiatskirchen Gemein-schaften von sog. Kanonikern.