Der Mensch ist nicht nach dem zu beurteilen, was er weiß, 
 sondern nach dem, was er liebt.
Hl. Augustinus (+430)

Zeitliche Profess von H. Elvir und H. Dirk-Henning

Paring, 1. Mai 2014 – Das Hochfest der Patrona Bavariae, der Schutzfrau Bayerns, am 1. Mai 2014 war für die Klostergemeinschaft der Augustiner-Chorherren von Paring mit dem freudigen Ereignis einer Doppelprofess verbunden. Die beiden Novizen Herr Elvir Tabaković und Herr Dirk-Henning Egger legten im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamtes ihre zeitlichen Gelübde für drei Jahre ab. Beide haben einen ungewöhnlichen Glaubensweg hinter sich.

Herr Elvir wurde am 25. April 1986 in Kupres (Bosnien und Herzegowina) geboren. Er arbeitete zuerst als professioneller Fotograf, betrieb in seiner Freizeit Extremsportarten und reiste dadurch fast um die ganze Welt. Obwohl er fast alles hatte, was sich ein weltlich geprägter Mensch nur wünschen kann, war sein Herz dennoch nicht erfüllt. Er bezeichnete sich selbst als Agnostiker und wollte von Religion nichts wissen. Als er 2011 durch das gläubige Gebet eines Freundes erfahren hatte, wie Gott seine Vollmacht konkret erweist, wurde er mit der geistlichen Realität Gottes konfrontiert, die er seit seinem zwölften Lebensjahr vehement geleugnet hatte. Dass dies nun Konsequenzen für sein Leben haben musste, war ihm zwar klar, doch floh er davor noch ein Jahr, bis er schließlich Jesus Christus sein Leben übergeben und ihn als seinen Herrn und Gott anerkennen konnte. Kurz danach hörte er innerlich, während der Feier einer Heiligen Messe, Gottes Ruf zum Priestertum. Bis dahin kannte er aber keine Priester persönlich, außer die Chorherren von Paring, die er mit seinem Freund, Mijo Barada, früher einnmal besucht hatte. Er erkannte, dass dies kein Zufall sein konnte, besuchte die Gemeinschaft noch einmal und trat schließlich an Allerheiligen 2012 ein.

Herr Dirk-Henning wurde am 29. September 1988 in Kösching (bei Ingolstadt) geboren, evangelisch getauft, wuchs aber ohne den Glauben an Gott auf. Da er mit seiner Familie einige Male umzog, und dadurch kaum feste Freundschaften schließen konnte, fühlte er sich mehr und mehr einsam und unzufrieden. Durch die Musik, seiner großen Leidenschaft, kompensierte er seit seinem 13.Lebensjahr seinen Schmerz und hörte immer härteren Hard-Rock und Metal, mit teilweise sogar satanistischen Inhalten. Nachdem er 2008 sein Abitur machte und sein Wunsch, Medizin zu studieren, nicht in Erfüllung ging, fiel er in eine Lebenskrise, in der er sich das erste Mal Gedanken über den Sinn seines Lebens machte und darauf entschloss, sich zu ändern, denn er sah ein, dass sein introvertierter Lebensstil geprägt war von Scham, Heuchelei und Lüge. Von einem Tag auf den anderen hörte er also auf zu lügen und erlebte sofort eine große Erleichterung. So erinnerte er sich an die zehn Gebote Gottes, fing an, sich an sie zu halten, und lernte dadurch Gott kennen und lieben. Schließlich konvertierte er 2010, nachdem er durch das Beispiel einer befreundeten Familie die katholischen Kirche als die Einzige erkannte. Seine Liebe zu Jesus Christus wuchs im Laufe der nächsten Jahre soweit, dass er seitdem versucht, Ihm in allen Bereichen seines Lebens den ersten Platz einzuräumen. So hörte er immer deutlicher den Ruf Gottes, Priester in einer Ordensgemeinschaft zu werden, und trat schließlich am Hochfest des hl. Josef 2013 ins Kloster Paring ein.

Das Noviziat begannen die beiden gemeinsam am 1. Mai 2013. Im Laufe eines Jahres haben sie sich intensiv geprüft, sodass sie nun ihre Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams für die kommenden drei Jahre ablegen konnten. Der Herr möge diese Zeit und ihren weiteren Lebensweg segnen und fruchtbar machen.

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CANONICI REGULARES S. AUGUSTINI
CONGREGATIO VINDESEMENSIS
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