Der Mensch ist nicht nach dem zu beurteilen, was er weiß, 
 sondern nach dem, was er liebt.
Hl. Augustinus (+430)

Feierliche Profess von H. Fabian

Paring, 19. März 2016 – Am Hochfest des hl. Josef begrüßte der Generalpropst der Augustiner-Chorherren von Windesheim, Helmut Grünke, die vielen Gläubigen, die zur Ewigen Profess des jungen Chorherrn Fabian Eibl in die festlich geschmückte Propsteikirche St. Michael in Paring gekommen waren, vor allem aus seiner Heimat Waldkirchen im Bayerischen Wald.

Herr Fabian hat sich nach den einfachen Gelübden, die er vor drei Jahren abgelegt hat, nun nach eingehender Prüfung entschlossen, vor den Profess-Altar zu treten und die ewigen Gelübde abzulegen.

Der Mut zu einer solchen Berufung, so führte Propst Helmut Grünke in seiner Predigt aus, kommt allein aus einem lebendigen Glauben. Nur Gott habe die Berufswahl gelenkt. Diese Sicherheit, dass die Berufung von Gott stammt, schenkt dem Berufenen gesundes Selbstvertrauen, aber auch gesundes Selbstbewusstsein. Gerade das ist heutzutage eine Notwendigkeit. Der Berufene muss sich immer bewusst sein, dass die Gnade der Berufung ihren Ursprung in Christus selber hat. Christus ist es auch, der dem Berufenen die Gnade schenkt, das zu tun, was in seinen Kräften steht. Wer Christus dient, so der Propst, wird heute schon ein Vielfaches als Lohn bekommen und das ewige Leben gewinnen.

Die Augustiner-Chorherren von Windesheim richten ihr Leben nach der Devotio Moderna aus, was übersetzt heißt: „Zeitgemäße Frömmigkeit“, deren bekanntester Vertreter Thomas von Kempen ist. Aus seinem weltberühmten Werk „Die Nachfolge Christi“ stammt auch der Professspruch des jungen Chorherrn: „Weit über alles Hoffen warst du barmherzig mit deinem Diener, und hast ihm über alles Verdienst Freundschaft und Gnade geschenkt.“

Propst Helmut dankte in seiner Ansprache auch den Eltern, die ihren beiden Söhnen, Herrn Fabian und auch seinem Zwillingsbruder, der vor kurzer Zeit ebenfalls in Paring eingetreten ist, die freie Berufswahl überlassen haben. Er wünschte den Eltern, dass sie in ihren Söhnen recht gesegnet sein mögen.

Im Anschluss an die Predigt legte Herr Fabian seine feierlichen Gelübde ab. Er erklärte seine Bereitschaft und erbat sich von Gott die Gnade, in seinem Dienst und in dieser Chorherrengemeinschaft bis zum Tode leben zu können. Der junge Chorherr legte sich am Boden vor dem Altar nieder, während die übrigen Kanoniker, Familiaren des Klosters, Priester und Ordensleute, seine Angehörigen, Freunde, Studienkollegen und die Gläubigen der Pfarrei alle Heiligen um Hilfe für diese endgültige Entscheidung anriefen. Nach Ablegung der Gelübde und dem Weihegebet bekam Herr Fabian die violette Mozetta, Zeichen der Ewigen Profess bei den Chorherren, angelegt. Das feierliche Pontifikalamt endete mit dem „Großer Gott wir loben Dich“. Nach dem Auszug aus der Kirche konnten die Gläubigen Herrn Fabian ihre Glück- und Segenswünsche aussprechen.

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CANONICI REGULARES S. AUGUSTINI
CONGREGATIO VINDESEMENSIS
C.R.V.
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